Das Wichtigste in Kürze
- Nicht an alle Ihre Anfrage geht an Anbieter, die zu Leistung, Ort und Verfügbarkeit passen — nicht an das gesamte Verzeichnis.
- Höchstens drei auf einmal Wir fragen zuerst bis zu drei Dienste in Ihrer Nähe. Sagt keiner zu, fragen wir die nächsten drei. Ihre Telefonnummer bekommt nur, wer zusagt.
- Wer Ihre Nummer bekommt Ein Mensch oder unser Programm schaut, ob ein Dienst zu Leistung und Ort passt. Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse bekommt ein Dienst erst, wenn er zusagt.
- Ihre Anfrage ist nicht öffentlich Sie erscheint in keinem Anbieterprofil, in keiner Übersicht und in keiner Suchmaschine. Verzeichnis und Anfrage sind getrennt.
- Weniger Angaben als erwartet Ein Anbieter braucht für die erste Antwort erstaunlich wenig. Alles Weitere besprechen Sie direkt mit ihm.
- Sie können jederzeit stoppen Eine formlose Nachricht genügt, um die Anfrage zu beenden. Der Weg zur Löschung Ihrer Daten steht daneben offen.
Was PflegeAuswahl ist — und was nicht
PflegeAuswahl ist ein Verzeichnis von Pflegeanbietern mit einem Weg, sie anzufragen. Wir sind keine Pflegekasse und kein Pflegedienst; wir vermitteln den Kontakt und pflegen nicht selbst.
Das Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit führt die Pflegekasse. Was Ihnen zusteht, erfahren Sie dort — und für neutrale Auskünfte unterhält das Bundesministerium für Gesundheit ein Bürgertelefon zur Pflegeversicherung.
Unsere Aufgabe beginnt danach: Wenn feststeht, was gebraucht wird, ist die Frage, wer es in Ihrer Nähe leisten kann und Kapazität hat.
Genau dafür gibt es die Anfrage. Und weil dabei Ihre Angaben das Haus verlassen, gehört offen erklärt, wohin sie gehen.
Diese Frage stellen uns Familien häufiger als jede andere, und das aus gutem Grund: Wer einmal nach einer Online-Anfrage wochenlang Werbeanrufe bekommen hat, fragt beim nächsten Mal zuerst danach. Die Antwort gehört deshalb nach vorn und nicht ins Kleingedruckte.
Wie ausgewählt wird, wer Ihre Anfrage bekommt
Drei Dinge entscheiden: die Leistung, die Sie brauchen, der Ort, an dem gepflegt wird, und ob ein Anbieter diese Leistung dort überhaupt erbringt.
Aus dem Verzeichnis bleiben damit nur wenige übrig. In einer Großstadt sind es mehr als in einem kleinen Ort, und bei einer speziellen Leistung weniger als bei einer häufigen.
Erst fragen wir bis zu drei Dienste, ob sie Zeit haben. Nur wer Ja sagt, bekommt Ihre Nummer. Meldet sich keiner, fragen wir die nächsten drei.
Was wir zusagen können: Es ist eine begrenzte Auswahl, und sie richtet sich nach Ihrer Anfrage, nicht danach, wer gerade Kapazität kaufen möchte.
Wenn Sie wissen möchten, wie viele Anbieter für Ihre Leistung an Ihrem Ort überhaupt gelistet sind, steht das im Verzeichnis — dort können Sie nach Leistung und Ort filtern, bevor Sie irgendetwas absenden. Das ist die ehrlichste Vorschau, die es gibt.
Warum viele Rückrufe kein gutes Zeichen sind
Es gibt Portale, die eine Anfrage an möglichst viele Anbieter geben. Für das Portal ist das effizient: Irgendjemand meldet sich schon, und die Vermittlung gilt als erfolgreich.
Für die Familie sieht dieselbe Sache anders aus. Wer in einer ohnehin schwierigen Woche acht Rückrufe bekommt, führt achtmal dasselbe Gespräch — und trifft am Ende trotzdem keine bessere Entscheidung.
Dazu kommt: Je mehr Anbieter Ihre Angaben haben, desto weniger Kontrolle haben Sie darüber. Eine Weitergabe lässt sich nicht zurücknehmen, auch wenn wir eine Löschung bestätigen.
Deshalb ist die Auswahl bei uns eng. Wenn Sie mehr Rückmeldungen möchten, sagen Sie es — der umgekehrte Weg ist leichter als der Rückweg.
Das gilt auch, wenn die ersten Gespräche nichts ergeben haben. Melden Sie sich dann noch einmal, statt neu anzufangen: Wir wissen bereits, worum es geht, und können die Auswahl gezielt erweitern.
Was wir bewusst nicht tun
Wir verteilen Ihre Anfrage nicht an das gesamte Verzeichnis. Zehn Rückrufe sind keine bessere Auswahl, sondern eine Belastung in einer ohnehin belastenden Lage.
Wir verkaufen Ihre Daten nicht. Der Unterschied zwischen einer Weiterleitung an passende Anbieter nach Ihrer Anfrage und dem Handel mit Adressdaten ist grundsätzlich, nicht graduell.
Wir geben keine Empfehlung für einen bestimmten Anbieter und vergeben keine Bewertungen. Ein Anbieter steht bei uns nicht weiter oben, weil er zahlt.
Und wir versprechen keine bestimmte Zahl von Rückmeldungen. Wenn in Ihrer Gegend wenige Anbieter passen, sagen wir das, statt eine Auswahl zu erfinden.
Welche Daten geschützt bleiben
Der Dienst sieht zuerst nur, was er für eine Antwort braucht: die Leistung, den Ortsteil, den Pflegegrad und den gewünschten Start. Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse bekommt er erst, wenn er zusagt. Ihre Anfrage ist nicht öffentlich sichtbar.
Nicht mitgehen: Diagnosen im Detail, Medikamentenpläne, Vermögensverhältnisse. Was davon für die Versorgung wichtig ist, besprechen Sie im Erstgespräch mit dem Anbieter Ihrer Wahl.
Gesundheitsangaben behandeln wir mit besonderer Zurückhaltung. Das Formular fragt deshalb weniger, als man erwarten würde — jedes Feld muss sich damit rechtfertigen, dass ohne diese Angabe niemand antworten kann.
Und jede Weitergabe steht in der Datenschutzerklärung. Was dort nicht benannt ist, findet nicht statt.
Tragen Sie in die freiwilligen Hinweise nur ein, was für Ihre Anfrage nötig ist. Keine zusätzlichen Kontaktdaten, keine ausführliche Krankheitsgeschichte. Der Dienst liest die Hinweise erst, wenn er zugesagt hat.
Wie Auswahl und Freigabe geprüft werden
Wir wählen nach der Leistung und dem Ort aus. Passt ein Dienst, fragen wir ihn; ist etwas unklar, schaut ein Mensch. Ihre Kontaktdaten bekommt ein Dienst erst, wenn er zusagt.
Die Prüfung sortiert außerdem aus, was offensichtlich nicht passt. Eine Anfrage für eine Leistung, die ein Anbieter gar nicht erbringt, hilft niemandem.
Für Sie heißt das: Zwischen dem Absenden und den ersten Rückmeldungen liegt in der Regel etwas Zeit. Das ist kein Fehler im Ablauf, sondern der Ablauf.
Wenn es eilt, schreiben Sie das dazu. Dringlichkeit ist eine Information, die wir berücksichtigen können.
Umgekehrt gilt: Wenn Sie sich Zeit lassen können, sagen Sie auch das. Anbieter, die in vier Wochen Kapazität haben, sagen bei einer als dringend markierten Anfrage von vornherein ab — obwohl sie für Sie die bessere Wahl gewesen wären.
Bei einer Entlassung aus dem Krankenhaus mit festem Termin nennen Sie diesen Termin. Er verändert die Auswahl spürbar, weil dann nur Anbieter infrage kommen, die bis dahin wirklich anfangen können.
Wie Verzeichnis und Anfrage getrennt sind
Im öffentlichen Verzeichnis stehen Anbieterprofile aus öffentlich zugänglichen Angaben. Über Sie steht dort nichts, und Ihre Anfrage erscheint in keinem Profil.
Ein Profil wird nicht dadurch sichtbar, dass ein Anbieter es übernimmt oder dafür bezahlt. Sichtbar wird es, wenn die Angaben vollständig und verlässlich genug sind.
Direkte Kontaktdaten eines Anbieters bleiben bis zu dem Punkt zurückgehalten, an dem der Ablauf sie freigibt. Das schützt beide Seiten vor ungefragter Werbung.
Ihre Anfrage ist damit kein öffentlicher Vorgang, sondern eine gezielte Weitergabe an wenige — mehr nicht.
Der Unterschied wird an einem Punkt praktisch: Wenn Sie in einem halben Jahr nach Ihrem Namen suchen, finden Sie nichts von dieser Anfrage. Das ist keine Nebensache, sondern für viele Familien der Grund, überhaupt zu fragen.
Wichtige Fragen auf einen Blick
Diese Antworten helfen Ihnen, den nächsten Schritt zu klären.
| Ihre Frage | Antwort |
|---|---|
| An wie viele Anbieter geht meine Anfrage? | Höchstens drei Dienste auf einmal. Sagt keiner zu, fragen wir die nächsten drei. Wie viele wirklich antworten, hängt von Ihrer Anfrage ab. |
| Wer entscheidet, wer meine Anfrage bekommt? | Wir wählen nach der Leistung und dem Ort aus. Passt ein Dienst, fragen wir ihn; ist etwas unklar, schaut ein Mensch. Ihre Kontaktdaten bekommt ein Dienst erst, wenn er zusagt. |
| Welche Angaben gehen mit? | Zuerst nur die Leistung, der Ortsteil, der Pflegegrad und der gewünschte Start. Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse bekommt ein Dienst erst, wenn er zusagt. Diagnosen und Medikamente besprechen Sie im Gespräch. |
| Ist meine Anfrage öffentlich sichtbar? | Nein. Sie erscheint in keinem Anbieterprofil, in keiner Übersicht und in keiner Suchmaschine. Verzeichnis und Anfrage sind getrennt. |
| Kann ich die Anfrage stoppen? | Ja, jederzeit und formlos, ohne Begründung. Sie können daneben die Löschung Ihrer Daten verlangen; dafür gibt es einen eigenen Weg auf der Seite. |
Woran Sie ein Portal erkennen, dem Sie trauen können
| Was prüfen | Wo zu sehen | Warnsignal |
|---|---|---|
| Wer hinter der Seite steht | Im Impressum, auf jeder Seite verlinkt. | Ein Portal ohne Anschrift und ohne verantwortliche Person. |
| An wen Ihre Angaben gehen | In der Datenschutzerklärung, vor dem Absenden. | Die Weitergabe an Dritte wird nicht benannt. |
| Was Ihnen versprochen wird | Auf der Seite, bevor Sie etwas eintippen. | Ein Versprechen, dass sich sicher jemand meldet. |
| Ob Bewertungen echt sind | Bei jedem Portal, das Sterne vergibt. | Eine Bewertung ohne nachvollziehbare Grundlage. |
So melden Sie einen Fehler in einem Profil
Wenn in einem Anbieterprofil etwas falsch steht, melden Sie es uns. Wir prüfen die Angabe bei der amtlichen Stelle und korrigieren oder entfernen sie.
Wenn Sie Ihre Anfrage nicht weiterverfolgen möchten, genügt eine formlose Nachricht. Sie müssen das nicht begründen.
Sie können über die Datenschutzanfrage oder die im Impressum genannte E-Mail-Adresse Auskunft, Korrektur oder Löschung verlangen. Dass Ihr Anliegen eingegangen ist und geprüft wird, bedeutet noch nicht, dass Ihre Daten gelöscht sind. Die Datenschutzhinweise erklären, wann Daten gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt werden.
Über Kontakt und Impressum erreichen Sie uns in allen Fällen. Dahinter steht ein Unternehmen mit Anschrift, keine anonyme Adresse.
Hat ein Anbieter Ihre Kontaktdaten bereits erhalten, teilen Sie ihm direkt mit, dass Sie keinen weiteren Kontakt wünschen. Für Datenschutzanliegen bei PflegeAuswahl stehen das Formular und die im Impressum genannte E-Mail-Adresse bereit. Die Datenschutzhinweise nennen auch den Weg zur Aufsichtsbehörde.
Was Sie von uns erwarten können
Eine Rückmeldung, auch wenn wir keinen passenden Anbieter finden. Ein stilles Verschwinden ist die schlechteste Form der Antwort und in dieser Branche zu häufig.
Klarheit darüber, an wen Ihre Angaben gehen — und die Möglichkeit, es sich vorher anders zu überlegen.
Belegbare Angaben in unseren Ratgebern. Wo eine amtliche Stelle etwas nicht hergibt, steht die Zahl bei uns nicht.
Was Sie dagegen nicht erwarten können: eine Einschätzung, welcher Anbieter der richtige für Ihre Mutter ist, und eine Vorhersage, wie Ihre Pflegekasse in Ihrem Fall entscheidet. Beides kann aus der Ferne niemand seriös beantworten.
Und wir versprechen keine Reaktionszeit der Anbieter. Wie schnell jemand zurückruft, hängt an dessen Personallage, nicht an unserem Ablauf — wir können nur dafür sorgen, dass die Anfrage bei den Richtigen ankommt.
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Über diesen Ratgeber
Wolf-Daniel González García · Gründer von PflegeAuswahl
Wolf-Daniel González García hat PflegeAuswahl gegründet, um Angehörigen den Weg zu passender Pflege zu erleichtern. Vor der Gründung leistete er ein Jahr Zivildienst bei der Evangelischen Altenhilfe in Wuppertal-Wichlinghausen. Er liest nach, was Gesetz, Pflegekassen und Ministerien zu Pflegeleistungen und Finanzierung sagen, und macht es verständlich.
„Ich habe meinen Zivildienst bei der Evangelischen Altenhilfe in Wuppertal-Wichlinghausen gemacht: ein Jahr lang Hausbesuche bei pflegebedürftigen Menschen, Essen ausliefern, Wohnungen aufräumen, Einkäufe für sie und mit ihnen, alles, was anfiel. Oft waren wir das einzige Gesicht, das sie am Tag gesehen haben. Man bekommt tagtäglich alles mit, auch wenn es bergab geht und Menschen sterben. Das hat mich nicht losgelassen.“
Redaktionell geprüft von Wolf-Daniel González García (Gründer von PflegeAuswahl). Prüfumfang: Beträge, Lesbarkeit. Autor und prüfende Person sind dieselbe Person. PflegeAuswahl ist eine Anfrage- und Vergleichsplattform, kein Pflegedienst und keine Rechtsberatung.
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