Nach dem Antrag meldet sich die Gutachterin mit einem Termin. Sie fragt nach Beweglichkeit, Gedächtnis, Selbstversorgung und Alltag und schaut sich die Wohnung an. Am Ende schätzt sie ein, wie selbständig Ihr Angehöriger noch ist. Eine spätere Höherstufung können Sie beantragen, wenn mehr Hilfe nötig wird.
Vor dem Termin schreiben Sie auf, wobei Hilfe nötig ist, auch nachts. Legen Sie Arztberichte, Medikamentenplan und Hilfsmittel bereit. Ein Pflegetagebuch über einige Tage zeigt, wie viel Zeit die Hilfe kostet.
Nach der Begutachtung schickt die Pflegekasse einen Bescheid. Fordern Sie das Gutachten an und lesen Sie es gründlich. Stimmt etwas im Gutachten nicht, notieren Sie die Stellen gleich.
Passt der Pflegegrad nicht zum Alltag, legen Sie schriftlich Widerspruch ein, innerhalb der Frist im Bescheid. Die Begründung können Sie nachreichen. Unterstützung dabei geben Beratungsstellen und Sozialverbände.