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Pflegesachleistung 2026: die Höchstbeträge für alle Pflegegrade

Wie hoch der Sachleistungsbetrag 2026 je Pflegegrad ist, wie die Abrechnung mit dem Pflegedienst läuft, was der Eigenanteil bedeutet und wie sich Sachleistung und Pflegegeld mischen lassen.

WGWolf-Daniel González GarcíaAktualisiert 13. August 2026Fachlich geprüft
Eine Pflegekraft bespricht mit einer Familie den Einsatzplan am Esstisch

Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Geld, sondern ein Budget Die Pflegesachleistung wird nicht ausgezahlt. Sie ist ein monatlicher Höchstbetrag, mit dem ein Pflegedienst direkt mit der Pflegekasse abrechnet — Sie sehen das Geld nie.
  • Ab Pflegegrad 2, gestaffelt 796 EUR/Monat bei Pflegegrad 2, 1497 EUR/Monat bei Pflegegrad 3, 1859 EUR/Monat bei Pflegegrad 4 und 2299 EUR/Monat bei Pflegegrad 5. Pflegegrad 1 hat keinen Sachleistungsanspruch.
  • Nicht verbraucht heißt verfallen Der Betrag gilt je Monat und wird nicht angespart. Was im März offen bleibt, steht im April nicht zusätzlich zur Verfügung.
  • Darüber zahlen Sie selbst Liegt die Rechnung des Dienstes über dem Höchstbetrag, tragen Sie die Differenz. Deshalb ist der Kostenvoranschlag wichtiger als die Tabelle.
  • Mischen ist der Normalfall Wer nur einen Teil des Budgets verbraucht, bekommt den Rest anteilig als Pflegegeld ausgezahlt. Das heißt Kombinationsleistung und ist die übliche Form, sobald Angehörige mitpflegen.

Pflegesachleistung 2026: alle Beträge auf einen Blick

Offizielle Beträge 2026 mit Quellenangabe.

LeistungBetrag 2026Quelle
Pflegegrad 2 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat796 EUR/Monatbmg.leistungsbetraege2026, bmg.pflegesachleistungen
Pflegegrad 3 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat1497 EUR/Monatbmg.leistungsbetraege2026.extended, bmg.pflegesachleistungen
Pflegegrad 4 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat1859 EUR/Monatbmg.leistungsbetraege2026.extended, bmg.pflegesachleistungen
Pflegegrad 5 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat2299 EUR/Monatbmg.leistungsbetraege2026.extended, bmg.pflegesachleistungen
Pflegesachleistungen als Budgetlogikregistriert, ohne öffentlichen Zahlenwertbmg.pflegesachleistungen
Leistungsbeträge 2026 aus registrierten Datenpunkten. Orientierungswerte, keine Einzelfallzusage.

So lesen Sie die Tabelle richtig

Die Zahlen sind Obergrenzen, keine Auszahlungen. Sie beschreiben, bis zu welchem Betrag die Pflegekasse die Leistungen eines zugelassenen Pflegedienstes im Monat übernimmt. Was darunter bleibt, bleibt ungenutzt; was darüber liegt, zahlt der Haushalt.

Das unterscheidet die Sachleistung grundlegend vom Pflegegeld. Pflegegeld kommt aufs Konto und darf frei verwendet werden. Die Sachleistung sehen Sie nur als Posten auf einer Abrechnung, die zwischen Dienst und Kasse läuft.

Deshalb ist die Frage nicht, welcher Betrag höher ist, sondern welche Form zu Ihrer Versorgung passt. Wer professionelle Hilfe braucht, holt aus der Sachleistung mehr Leistung heraus. Wer die Pflege selbst trägt, fährt mit Pflegegeld oder einer Mischung besser.

Was Sie brauchen, um Ihren Betrag einzuordnen

Zwei Angaben genügen: der Pflegegrad aus dem Bescheid und der Kostenvoranschlag des Pflegedienstes. Der Pflegegrad bestimmt die Obergrenze, der Kostenvoranschlag sagt, ob Sie darunter bleiben.

Lassen Sie sich den Kostenvoranschlag als Monatssumme geben, nicht als Preisliste einzelner Leistungen. Erst die Summe lässt sich mit der Tabelle vergleichen.

Fragen Sie ausdrücklich nach den Leistungen, die regelmäßig anfallen, und getrennt davon nach denen, die nur gelegentlich gebraucht werden. Sonst steht in der Summe ein Bedarf, den es in dieser Höhe nur in schlechten Wochen gibt.

Was Sie nicht brauchen, ist eine Aufstellung Ihrer eigenen Pflegezeiten. Für die Höhe des Sachleistungsbetrags spielt sie keine Rolle.

Wie die Abrechnung tatsächlich läuft

Der Dienst erbringt die vereinbarten Leistungen und rechnet sie mit der Pflegekasse ab. Sie unterschreiben in der Regel monatlich einen Leistungsnachweis, auf dem steht, wer wann da war und was gemacht wurde.

Prüfen Sie diesen Nachweis, bevor Sie unterschreiben. Er ist die Grundlage der Abrechnung, und ein Einsatz, der nicht stattgefunden hat, fällt später niemandem mehr auf.

Liegt die Summe über dem Höchstbetrag, bekommen Sie eine eigene Rechnung über die Differenz. Diese Rechnung kommt vom Dienst, nicht von der Kasse — deshalb überrascht sie viele Familien im zweiten oder dritten Monat.

Der Abstand zwischen den Pflegegraden

Zwischen Pflegegrad 2 und 3 liegen 796 EUR/Monat und 1497 EUR/Monat — fast eine Verdopplung. Von 3 auf 4 sind es 1859 EUR/Monat, von 4 auf 5 dann 2299 EUR/Monat.

Der größte Sprung liegt also früh, zwischen Pflegegrad 2 und 3. Wer knapp unter der Schwelle steht und dauerhaft mehr Hilfe braucht, sollte den Antrag auf Höherstufung ernsthaft prüfen.

Umgekehrt gilt: Ein höherer Pflegegrad bringt nur dann mehr, wenn das zusätzliche Budget auch verbraucht wird. Wer den Betrag von Pflegegrad 2 nicht ausschöpft, gewinnt durch Pflegegrad 3 zunächst nichts.

Was der Betrag abdeckt und was nicht

Aus der Sachleistung werden pflegerische Leistungen bezahlt: Hilfe beim Waschen und Anziehen, Unterstützung beim Aufstehen und bei der Mobilität, Hilfe beim Essen, dazu pflegerische Betreuung und Unterstützung bei der Haushaltsführung im Zusammenhang mit der Pflege.

Nicht daraus bezahlt wird die Behandlungspflege auf ärztliche Verordnung — Verbandwechsel, Injektionen, Medikamentengabe nach Plan. Die läuft über die Krankenkasse und hat ein eigenes Verfahren. Viele Familien halten das für dasselbe Budget und wundern sich über die Abrechnung.

Ebenfalls nicht enthalten sind reine Haushaltshilfen ohne Pflegebezug, Fahrdienste und Essenslieferungen. Dafür gibt es andere Wege, unter anderem den Entlastungsbetrag.

Diese Trennung ist der häufigste Grund für Missverständnisse im ersten Monat. Lassen Sie sich vom Dienst zeigen, welche Position auf welchem Weg abgerechnet wird — gute Dienste haben dafür eine fertige Übersicht.

Woran Sie einen guten Kostenvoranschlag erkennen

Er nennt eine Monatssumme, nicht nur Einzelpreise. Er unterscheidet zwischen regelmäßigen und gelegentlichen Leistungen. Und er sagt, was passiert, wenn ein Einsatz ausfällt oder zusätzlich nötig wird.

Fragen Sie nach den Wochenend- und Feiertagszuschlägen. Sie stehen selten in der ersten Aufstellung und verändern die Monatssumme spürbar, wenn die Versorgung an sieben Tagen läuft.

Ein Voranschlag, der genau auf die Obergrenze kommt, verdient eine Rückfrage. Er lässt keinen Spielraum für einen zusätzlichen Einsatz, und genau der wird irgendwann nötig.

Holen Sie zwei Voranschläge ein, wenn es die Zeit erlaubt. Nicht wegen des Preises — die Sätze sind weitgehend vergleichbar — sondern weil sich am Zuschnitt zeigt, wer die Situation verstanden hat.

Achten Sie auch darauf, wie der Voranschlag zustande kommt. Wer ihn am Telefon in fünf Minuten diktiert, hat die Wohnung nicht gesehen und weiß nicht, ob das Bad ohne Hilfe erreichbar ist. Ein Hausbesuch vor dem Angebot ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Summe stimmt.

Der häufigste Rechenfehler

Viele Familien addieren Pflegegeld und Sachleistung. Das geht nicht: Es sind zwei Wege für dasselbe Budget, keine zwei Töpfe. Wer einen Teil der Sachleistung verbraucht, bekommt nur den verbleibenden Anteil als Pflegegeld.

Der zweite Fehler ist die Annahme, der Betrag decke die häusliche Versorgung vollständig. Die Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung; sie trägt einen Teil, und der Rest bleibt beim Haushalt.

Der dritte betrifft den Monatswechsel. Das Budget läuft monatlich neu an und wird nicht angespart. Eine aufwendige Woche im März lässt sich nicht mit dem ungenutzten Rest aus dem Februar bezahlen.

Rechnen Sie deshalb in zwei Zahlen: was die Kasse monatlich trägt, und was nach der Rechnung des Dienstes übrig bleibt. Die zweite Zahl entscheidet, ob die Versorgung dauerhaft trägt.

Wenn der Bedarf schwankt

Pflege verläuft selten gleichmäßig. Nach einem Krankenhausaufenthalt ist der Bedarf hoch, nach einer Erholungsphase sinkt er wieder. Das Budget ist aber monatlich fest — es passt sich nicht an.

Praktisch heißt das: In ruhigen Monaten bleibt Geld ungenutzt liegen, in schweren reicht es nicht. Wer das kommen sieht, vereinbart mit dem Dienst einen Grundumfang und eine klar benannte Aufstockung für schlechte Wochen, statt jeden Monat neu zu verhandeln.

Ändert sich der Bedarf dauerhaft, ist nicht der Dienst der richtige Ansprechpartner, sondern die Pflegekasse: Dann geht es um eine Höherstufung, nicht um mehr Einsätze innerhalb desselben Budgets.

Halten Sie in solchen Phasen fest, was tatsächlich gebraucht wurde. Diese Aufzeichnung ist später das stärkste Argument — sowohl gegenüber dem Dienst als auch bei einem Antrag.

Und sprechen Sie früh darüber, wer im Notfall erreichbar ist. Ein Budget nützt wenig, wenn am Samstagabend niemand ans Telefon geht. Die Erreichbarkeit steht in keinem Kostenvoranschlag und entscheidet trotzdem darüber, ob die Versorgung im Alltag trägt.

Was beim Wechsel des Dienstes zu beachten ist

Ein Wechsel ist möglich und kommt häufiger vor, als viele denken. Wichtig ist die Reihenfolge: erst den neuen Dienst verbindlich vereinbaren, dann den alten kündigen. Eine Lücke dazwischen trägt niemand.

Der neue Dienst braucht den Pflegegrad und idealerweise den letzten Leistungsnachweis. Daraus sieht er, welche Leistungen bisher liefen und in welchem Umfang.

Prüfen Sie im Wechselmonat die Abrechnung besonders genau. Wenn zwei Dienste im selben Monat abrechnen, teilt sich das Budget — und beide rechnen zunächst so, als hätten sie es allein.

Sagen Sie dem neuen Dienst offen, warum Sie wechseln. Nicht als Beschwerde über den alten, sondern damit die neue Vereinbarung genau die Stelle abdeckt, an der es vorher gehakt hat. Wer das verschweigt, bekommt oft dasselbe Angebot mit anderem Briefkopf.

Wann sich die Umwandlung lohnt

Ein Teil des Sachleistungsbetrags lässt sich in Leistungen zur Unterstützung im Alltag umwandeln — etwa für eine Haushaltshilfe oder eine Betreuungskraft statt für Körperpflege durch den Dienst.

Das lohnt sich vor allem dann, wenn die pflegerische Versorgung durch Angehörige gut abgedeckt ist, aber Haushalt, Einkauf und Begleitung zu Terminen die eigentliche Last sind.

Welcher Anteil umwandelbar ist und welche Anbieter dafür anerkannt sein müssen, klären Sie am besten in einer Pflegeberatung. Sie ist für Sie kostenfrei, und ein Anspruch auf Pflegeberatung besteht mit dem Antrag auf Leistungen.

Wann der Pflegesachleistung-Rechner weiterhilft

  1. 1
    Pflegegrad heraussuchenEr steht im Bescheid der Pflegekasse, oben auf der ersten Seite.
  2. 2
    Kostenvoranschlag als Monatssumme holenEinzelpreise lassen sich nicht mit der Tabelle vergleichen.
  3. 3
    Beides gegenüberstellenLiegt die Summe über der Obergrenze, ist die Differenz Ihr Eigenanteil.
  4. 4
    Leistungsnachweis prüfenVor der Unterschrift: Wer war wann da, und stimmt das mit Ihrem Eindruck überein?

Datenstand und Quellen

Jeder Betrag ist an einen registrierten Datenpunkt und eine amtliche Quelle gebunden.
Data Hub

Pflegegrad 2 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat

796 EUR/Monat

Quellequellenbasiert

Offizieller monatlicher Pflegesachleistungsbetrag fuer Pflegegrad 2 im Jahr 2026 als allgemeine Finanzierungsinformation, ohne lokalen Anbieterpreis.

Quelle: pflegepilot.costFundingPack (bmg.leistungsbetraege2026, bmg.pflegesachleistungen)

Only display as official benefit context. Must not be represented as a local provider price or guaranteed reimbursement.

Pflegegrad 3 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat

1497 EUR/Monat

Quellequellenbasiert

Offizieller monatlicher Pflegesachleistungsbetrag fuer Pflegegrad 3 im Jahr 2026.

Quelle: pflegepilot.costFundingPack (bmg.leistungsbetraege2026.extended, bmg.pflegesachleistungen)

Nur als offizieller Finanzierungskontext zeigen. Kein garantierter Einzelfall-Auszahlbetrag, kein Anbieterpreis.

Pflegegrad 4 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat

1859 EUR/Monat

Quellequellenbasiert

Offizieller monatlicher Pflegesachleistungsbetrag fuer Pflegegrad 4 im Jahr 2026.

Quelle: pflegepilot.costFundingPack (bmg.leistungsbetraege2026.extended, bmg.pflegesachleistungen)

Nur als offizieller Finanzierungskontext zeigen. Kein garantierter Einzelfall-Auszahlbetrag, kein Anbieterpreis.

Pflegegrad 5 Pflegesachleistungen 2026 pro Monat

2299 EUR/Monat

Quellequellenbasiert

Offizieller monatlicher Pflegesachleistungsbetrag fuer Pflegegrad 5 im Jahr 2026.

Quelle: pflegepilot.costFundingPack (bmg.leistungsbetraege2026.extended, bmg.pflegesachleistungen)

Nur als offizieller Finanzierungskontext zeigen. Kein garantierter Einzelfall-Auszahlbetrag, kein Anbieterpreis.

Pflegesachleistungen als Budgetlogik

registriert, ohne öffentlichen Zahlenwert

Katalogquellenbasiert

Offizielle Pflegesachleistungs-Orientierung je Leistung, ohne lokalen Anbieterpreis oder Leistungskomplex-Katalog.

Quelle: pflegepilot.costFundingPack (bmg.pflegesachleistungen)

Only display on services whose cost crosswalk maps the service to Pflegesachleistungen. Must be labeled as funding or budget context, not a local provider price.

Alle Beträge stammen aus registrierten amtlichen Quellen und werden nicht frei formuliert.

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Wolf-Daniel González García · Gründer von PflegeAuswahl

PflegeAuswahl führt ein öffentliches Verzeichnis ambulanter Pflegedienste, Tagespflegen und Betreuungsangebote. Aus dieser Arbeit stammt die Kenntnis darüber, woran die Organisation von Versorgung in der Praxis scheitert. Fachliche Fragen zu Krankheitsbildern gehören zur behandelnden Ärztin oder zum behandelnden Arzt.

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Wolf-Daniel González García hat PflegeAuswahl gegründet, um Angehörigen den Weg zu passender Pflege zu erleichtern. Er recherchiert Pflegeleistungen und Finanzierungswege entlang der offiziellen Quellen und macht sie verständlich.

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